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Der 14 Jahre alte Emanuel kommt abends oft erst gegen Mitternacht nach Hause. Er schwänzt häufig die Schule und hängt mit Freunden herum. Seine Eltern wissen nicht, was bei der Erziehung falsch läuft.

Die Erziehungsberatung bietet Hilfe in allgemeinen Fragen der Erziehung und Entwicklung. Sie erleichtert euren Eltern oder anderen Sorgeberechtigten die Erziehung durch fachlichen Rat.

Die Erziehungsberatung steht nicht nur euren Eltern offen, ihr könnt auch selber den Weg zum Jugendamt finden und euch beraten lassen. Die Erziehungsberatung ist stets vertraulich; die Berater_innen unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht.

Die Erziehungsberatung deckt verschiedene Problemfelder ab: Sie hilft bei Erziehungsfragen, aber auch bei Problemen, die zwischen euch und euren Eltern bei Trennungen und Scheidungen entstehen können. Die Erziehungsberatung diagnostiziert und behandelt Verhaltens- und Entwicklungsstörungen sowie Lernschwierigkeiten.

In komplizierteren Fällen bieten die Berater_innen neben der Beratung eine sogenannte therapeutische Intervention an. Diese soll das Verhalten der Hilfesuchenden im Laufe der Zeit zum Positiven verändern. Ziel ist es, dass Hilfesuchende zukünftig eigene Lösungen für ihre Probleme entwickeln können.

Die Erziehungsberatung leistet auch vorbeugende (präventive) Arbeit. Sie hilft euren Eltern oder anderen Bezugspersonen frühzeitig Entwicklungsprobleme zu erkennen und auf diese zu reagieren.

In der Erziehungsberatung arbeiten verschiedene Fachkräfte Hand in Hand. Sie kommen aus den Bereichen Psychologe, Sozialpädagogik, Logopädie, Heilpädagogik sowie Ehe- und Familienberatung. Diese fächerübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht eine umfassende Beratung.

Quelle: Deutsches Rotes Kreuz (Hrsg.) (2010): Hilfen zur Erziehung. Berlin. S. 14-15