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Martins Eltern haben sich getrennt, seinen Vater sieht er kaum noch. Mit 10 spielt er bis tief in die Nacht am Computer. Er steht morgens nicht mehr auf und schwänzt die

Schule. Zuhause kommt und geht Martin, wann er will. Er bestiehlt seine Mutter. Seit einem Jahr lebt Martin nun in einer betreuten Wohngruppe.

Kinder und Jugendliche finden in einem Heim oder einer anderen betreuten Wohnform ein zeitlich befristet neues Zuhause, wenn in der Familie aus einem bestimmten Grund nicht mehr weitergeht. So wird eure Familie von den alltäglichen Problemen entlastet. In der Gruppe werdet ihr dann eurem Alter und eurem Entwicklungsstrand gemäß gefördert.

Ziel ist stets die Rückkehr in eure Familie. Dies wird mit pädagogischen Maßnahmen und durch einen geregelten Alltag angestrebt. Ist eine Rückkehr nicht möglich, könnt ihr auch über längere Zeit im Heim bleiben. Dort werdet ihr darauf vorbereitet, ein selbstständiges Erwachsenenleben zu führen, eine Ausbildung zu absolvieren und einen Beruf zu erlernen.

Eure Familie wird indes immer so weit als möglich einbezogen. Sie bleibt für euch in der Regel gefühlsmäßig der wichtigste Bezugspunkt. So soll die Rückkehr in die Familie stets offen stehen – zumindest als eine Möglichkeit.

Quelle: Deutsches Rotes Kreuz (Hrsg.) (2010): Hilfen zur Erziehung. Berlin. S. 22