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Jana streitet sich ständig mit ihrer Mutter. Die 15-Jährige hält sich an keine Regeln. Sie will mit ihrem Freund zusammenziehen. Ihre Mutter ist strikt dagegen. Die beiden reden kaum noch miteinander. Manchmal schlägt Jana ihre Mutter. Diese wendet sich in der Not an das Jugendamt. Eine Fachkraft klärt die Situation vor Ort ab und entwickelt einen Plan, um die Krise zu entschärfen.

Befinden sich Familien in einer Krise oder drohen sie gar auseinander zu brechen, helfen sogenannte Kriseninterventions-Programme. Mit solchen Programmen sollen Krisen so schnell wie möglich entschärft werden.

Zuerst finden die Fachkräfte heraus, wo die Probleme eurer Familie liegen. Das hilft auch eurer Familie zu verstehen, wie es zu der Krise kommen konnte. In einem zweiten Schritt können die Fachkräfte und eure Familie dann gemeinsam Lösungen entwickeln und die Ziele für die Hilfe festlegen.

Jede Familie kann sich ändern. Ziel der Kriseninterventions-Programme ist es deshalb, Familien so lange zu stützten, bis sie aus eigener Kraft oder mit Hilfe von Freunden und Bekannten aus der Krise herausfinden.

Wenn die Krise in eurer Familie abgewendet ist, ist auch die Krisenintervention beendet. Die meisten Kriseninventionen sind zeitlich auf sechs Wochen befristet. Bei Bedarf wird die Familie mit einer anderen Hilfeform weiterbetreut.

Quelle: Deutsches Rotes Kreuz (Hrsg.) (2010): Hilfen zur Erziehung. Berlin. S. 19