Junges Mädchen an Boulderwand
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Bouldern

(lh) Klettern war für mich schon immer ein Thema – egal ob auf Bäume, an kleinen Felsen oder am Seil. Vor ein paar Jahren habe ich dann das Bouldern kennengelernt und der Spaß daran, die Herausforderung und die Abwechslung ist immer gleich groß geblieben. Beim Bouldern kannst du dich sowohl draußen am Fels, als auch indoor an künstlichen Wänden ausprobieren. Der Unterschied zum Klettern ist, dass du hier ohne Sicherung bis zu einer sicheren Absprunghöhe von circa 3-4,5 Metern unterwegs bist. Ich selber habe in den vielen Jahren dank dieser sicheren Absprunghöhe und den weichen Matten oder Crashpads noch nie miterlebt, dass sich jemand schwer verletzt hat. Bloß das ein oder andere Kühlpack musste mal verteilt werden, weil jemand umgeknickt ist.

Um loszulegen brauchst du weder eine spezielle Ausrüstung noch ein Wissen über spezielle Sicherungstechniken – das macht das Bouldern total anfängerfreundlich!

Hier in Münster kannst du in der Boulderfactory oder im Monolith bouldern gehen. Richtig toll ist, dass du ganz alleine oder zusammen mit deinen Freund:innen gehen, Teil von offenen Bouldertreffs oder festen Gruppen sein oder auch an einem Kurs, beispielsweise an einem Einsteigerkurs, teilnehmen kannst. Es gibt weder alters- noch geschlechtsspezifischen Begrenzungen. Der Tageseintritt kostet für Jugendliche meist um die 10€.

Beim Bouldern ist es praktisch sich vor Ort spezielle Boulder-/Kletterschuhe auszuleihen, die eng an deinem Fuß anliegen und dir beim Bouldern an der Wand einen sicheren Tritt ermöglichen. Du kannst dir auch etwas Chalk ausleihen – das ist ein Magnesiumpulver für die Hände, mit dem du dich, trotz warmer und vielleicht etwas schwitziger Hände, gut an den Griffen festhalten kannst.

Farben, Routen und Schwierigkeitsgrade. Wie fängst du an?

Um loszulegen wirfst du am Anfang am besten einen Blick auf die Übersicht mit den verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Diese sind durch unterschiedliche Farben kenntlich gemacht. Beim Bouldern gibt es nämlich sogenannte Routen, die du daran erkennen kannst, dass sie in einer bestimmten Farbe geschraubt sind – also die Griffe und Tritte ein durchgängige Farbe haben. Du startest also am besten mit einer Route die zum ersten Schwierigkeitslevel gehört. Dann geht es darum die Route zu lesen. Das bedeutet, dass du dir anschaust, wie die Route verläuft und du dir schon einmal grob überlegst, wie du die Griffe und Tritte nutzen magst, um oben anzukommen. Und dann versuchst du das einfach. Manchmal gehört ein bisschen austesten und tüfteln dazu. Dafür ist es dann richtig toll, wenn du mit anderen unterwegs bist, denn dann könnt ihr euch austauschen, gemeinsam überlegen und zuschauen wie der oder die andere die Stelle löst.

Dein ganzheitliches Training

Beim Bouldern trainierst du deinen Körper ganzheitlich – du lernst eine Menge über deine Koordination, gewinnst an Kraft und Ausdauer und Beweglichkeit und durch die verschiedenen Schwierigkeitsgrade kannst du dich immer wieder neu herausfordern.