Vor ein paar Jahren ging die Forschung noch davon aus, dass bis auf „ein paar überschwappende Hormone“, du als Jugendlicher, eigentlich „biologisch fertig“ bist mit deiner Entwicklung. Durch die moderne Technik und der mit ihr neu entwickelten Hirnforschung (Kernspintomographie) ist heute jedoch klar, dass sich dein Gehirn bis weit jenseits des 20. Lebensjahres umbaut.
Umbauen? Ja genau, kurz vor der Pubertät kommt ein großer Umbauprozess in Gang, der dein tägliches Leben für längere Zeit sehr beeinflussen wird.
Was passiert da?
Dein Gehirn hat vor der Pubertät einen regelrechten Wachstumsschub und bildet eine unzählbare Menge neuer Verschaltungen, mit deren Hilfe du Informationen verarbeiten und speichern kannst. Leider beschneidet dein Hirn diese Vielfalt wieder. Dabei bleiben häufig genutzte Verknüpfungen erhalten und werden zu regelrechten Datenautobahnen ausgebaut, aber alle Verbindungen die nicht so häufig benutzt werden verkümmern. Du kannst dir das wirklich wie beim Straßenbau vorstellen, aus einem Pfad wird ein Weg, aus einem Weg wird eine Straße und wenn alles gut läuft, hast du am Ende der Entwicklung ein superschnelles Autobahnnetz in deinem Kopf. Ungenutzte Trampelpfade werden überwuchert und verschwinden.
Doch wie auf jeder Großbaustelle, geht der Umbau nicht in allen Teilen deines Gehirns gleich schnell. Die Teile deines Gehirns, die für die Bewegungssteuerung und die Wahrnehmung zuständig sind, bauen sich sehr zügig um, während der Umbau in den Feldern für Sprache und räumliche Orientierung weitaus länger braucht. Auch deine zeitliche Orientierung durchläuft einen längeren Umbau.
Der Teil, der sich jedoch am meisten Zeit lässt, ist das Präfrontalhirn, das unmittelbar hinter deiner Stirn liegt. Dieser Teil ist exakt jener Abschnitt deines Gehirns, der normalerweise Entscheidungen fällt wie: „Jetzt beende ich zunächst meine Hausaufgaben und bringe den Müll weg und erst dann gehe ich mit meinen Freunden raus“. (Deine Eltern würden sich wahrscheinlich freuen, wenn es so funktionieren würde.) Aber durch die Umbaumaßnahmen ist dieser Bereich für eine Zeit nur bedingt einsatzfähig und so schaltet sich ein anderer, viel älterer Teil deines Gehirns ein: die Amygdala, der „Mandelkern“, der Instinktreaktionen und „Bauchentscheidungen“ steuert. Das ist also der Grund, warum du dich manchmal erst mit deinen Freunden triffst und dir erst spät am Abend wieder einfällt, dass du noch Hausaufgaben machen und den Müll rausbringen musst.
Aber bitte mach jetzt nicht den Fehler und glaube, du könntest einfach alle „komischen“ Entscheidungen auf diese Umbaumaßnahmen schieben! DU entscheidest zu einem sehr großen Teil selbst über die permanenten Verschaltungen in deinem Hirn. Der Neuroforscher Jay Giedd drückt es so aus: „Willst du es durch Sport zur Reifung bringen, durch das Spielen eines Musikinstruments oder durch das Lösen mathematischer Aufgaben? Oder indem du vor dem Fernsehapparat sitzt?“
Du kannst deinem Gehirn viel Gutes tun, was jedoch bedeutet, dass du es auch zum Schlechten wandeln kannst, indem du es im übertragenen Sinne zu wenig oder zu einseitig trainierst oder mit „dem Falschen“ fütterst. Drogen jeglicher Art können z.B. massiv diesen Umbau beeinflussen! Dazu kommt zusätzlich dein neuer „Cocktail“ an Hormonen, der nicht nur dein Bewusstsein, sondern auch deinen Körper und dein Verhalten radikal verändert. In diesem ganzen Zusammenspiel darfst du deine Psyche nicht vergessen. Sie ist das Ergebnis all deiner bewussten und unbewussten Vorgänge, sowie deiner geistigen und intellektuellen Funktionen, also der Ort deines menschlichen Fühlens und Denkens.
Du siehst, am Ende sind wir wie jedes kleine Ökosystem in der Natur. Das Zusammenspiel der unterschiedlichsten Faktoren und Gegebenheiten bestimmen auf der einen Seite die Vielfalt und machen es aber auf der anderen Seite so anfällig für Störungen. Manchmal fühlt es sich wie ein großes Durcheinander an, aber bietet dabei viel Raum für Entwicklung und Kreativität.
Die Schweigepflicht ist die rechtliche Verpflichtung bestimmter Berufsgruppen, ihnen Anvertrautes nicht unbefugt an Dritte weiterzugeben. Am bekanntesten ist sicherlich die Schweigepflicht für Ärzt*innen. Sie gilt aber auch für staatlich anerkannte Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen.
Sozialpädagog*innen dürfen zum Beispiel keine Aussage bei der Polizei machen, sondern ausschließlich gegenüber der Staatsanwaltschaft und dem Gericht, es sei denn, es liegen sogenannte Rechtfertigungsgründe vor.
Rechtfertigungsgründe können diese sein:
Wenn du bei einer der hier aufgeführten Einrichtungen liest, dass das Angebot anonym genutzt werden kann, dann heißt das, dass du beim ersten Besuch deinen Namen nicht nennen musst, sondern eine Erstberatung ohne jede Offenbarung persönlicher Daten möglich ist.
Willst du aber weitere Beratungen, städtische oder staatliche Hilfe in Anspruch nehmen, kann es sein, dass du deinen Namen, den deiner Eltern oder deine Adresse bekannt machen musst. Wenn du das nicht möchtest, dann stelle das schon beim ersten Gespräch klar.
Eine Selbsthilfegruppe ist ein Zusammenschluss von Jugendlichen, die von einer gleichen Krankheit oder dem gleichen Problem betroffen sind. Das Ziel der Gruppe ist die gegenseitige Unterstützung und Problembewältigung. Gerade bei dauerhaften Krankheiten und Störungen kann eine solche Gruppe gut unterstützen, die Lebenssituation verbessern und darüber hinaus dem Einsamkeitsgefühl entgegen wirken.
Neben den oben genannten Vorteilen können in Selbsthilfegruppen natürlich auch Probleme entstehen. Beispielsweise dann, wenn die einzelnen Mitglieder sehr unterschiedliche Erwartungen an die Gruppe haben oder das Verhalten einzelner Betroffener (Disziplinlosigkeit, Egoismus, mangelndes Einfühlungsvermögen) Spannungen auslöst. In diesen Fällen kann es hilfreich sein, die Gruppe eine zeitlang von einem/-r professionellen Moderator*in (z.B. Therapeut*in) anleiten zu lassen.
Jeder kennt das. Man will spontan etwas unternehmen, weiß aber gar nicht, was es alles in der Nähe gibt. Oder man sucht nach einem Hobby oder einem Verein, der nicht weit von zu Hause entfernt ist. Vielleicht hast du aber auch Fragen und willst wissen, ob es in der Nähe eine Beratungsstelle gibt, wo man dir weiterhelfen kann. Damit du in solchen Situationen schnell findest, wonach du suchst, haben wir diese Rubrik eingerichtet.
Wenn du wissen willst, welche Einrichtungen es in deiner Nähe gibt, dann bist du hier genau richtig. Du kannst entweder deinen aktuellen Standort orten lassen oder eine Adresse deiner Wahl eingeben. Suchst du Ergebnisse für einen bestimmten Stadtteil, dann gib einfach die entsprechende Postleitzahl ein. Wenn du schon weißt, wonach du ungefähr suchst, kann du dir auch nur Einrichtungen eines bestimmten Themas anzeigen lassen oder gezielt nach Streetworker*innen oder städtischen Ämtern filtern.
Anschließend werden dir in einer separaten Spalte alle Einrichtungen in deiner Nähe alphabetisch sortiert angezeigt. Die Einrichtung, die dir oder der angegebenen Adresse am nächsten ist, steht ganz oben. An der Farbe des Icons kannst du erkennen, zu welchem Thema eine Einrichtung gehört. Welche Farbe für welches Thema steht, kannst du in der Legende nachschauen.
Wenn du mehr zu einer Einrichtung wissen willst, kannst du entweder auf ihren Namen oder den Button „Details“ klicken. Dann wirst du auf den Steckbrief oder die Homepage der Einrichtung weitergeleitet. Willst du wissen, wie du die Einrichtung am besten erreichen kannst, dann klicke auf „Zeige mir den Weg“ und es wird sich der Google Routenplaner öffnen. Dort kannst du auswählen, ob du zu Fuß, mit dem Fahrrad, Bus und Bahn oder dem Auto zu der Einrichtung fahren willst. Entsprechend deiner Auswahl werden dir verschiedene mögliche Routen vorgeschlagen aus denen du auswählen kannst.
Dann kann es auch schon losgehen!